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Markus Heitz: Ritus

Verfasst: Dienstag 18. September 2007, 16:27
von Tirah
Markus Heitz: Ritus



Klappentext:
Zwei Männer, die nur ein Ziel kennen.
Ein Fluch, der die Jahrhunderte überdauert.


Frankreich im Jahre 1764.
Die Menschen leben in Angst und Schrecken - denn ihre Kinder werden gehetzt und getötet. Was ist das für eine Bestie, die kein Jäger stellen kann?
Unter den vielen Menschen, die sich auf die Jagd begeben, ist auch der Wildhüter Jean Chastel. Er selbst birgt ein dunkles Geheimnis - und niemand ahnt, daß der gnadenlose Ritus der Bestie auch zweihundert Jahre später noch Opfer fordern wird…


Allgemeines:
Es handelt sich um einen zweiteiligen Roman:

1. Ritus
2. Sanctum


Beurteilung:
1764 wütet die "Bestie von Gévaudan" und Dutzende von Frauen und Kindern sterben. Niemandem gelingt es, sie zu fassen, obwohl der König eine hohe Belohnung aussetzt. Der Wildhüter Jean Chastel und seine beiden Söhne haben ihre eigenen Gründe, die Bestie zu jagen und die ausgesetzte Belohnung ist dabei nebensächlich. Aber Rache ist kein gutes Motiv für eine Jagd…
2004 lebt Erik von Kastell in München. Seine Familie jagt seit Jahrhunderten Werwölfe und kann in dieser Hinsicht auf einen reichen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Aber als Eriks Vater ermordet wird und er hört, daß ein weiterer Werwolf sein Unwesen treibt, muß er erkennen, daß man bei aller Erfahrung auch immer noch dazulernen muß...


Die Geschichte um die "Bestie vom Gévaudan" gibt es tatsächlich und Markus Heitz ist es gelungen, eine spannende Erzählung aus der alten Sage zu weben. Dabei wechselt die Handlung zwischen dem Frankreich des 18.Jahrhunderts und der heutigen Zeit. Hauptpersonen sind Jean Chastel in der Vergangenheit und Erik von Kastell in der Gegenwart.
Was den Handlungsstrang in Frankreich angeht: Einiges erschien mir unlogisch und eine aufgesetzte Liebesgeschichte machte die Charaktere auch nicht sympathischer.
Und zur Handlung in der Gegenwart: Erik ist eindeutig überzeichnet und man fühlt sich unwillkürlich an James Bond erinnert. Leider paßt James Bond nun so überhaupt nicht in eine Werwolfgeschichte.
Zwar ist das Buch alles in allem spannend und der Ausgangspunkt auch recht interessant, die Charaktere bleiben jedoch allesamt blaß bis unsympathisch. Auch sprachlich darf man keine "Höhenflüge" erwarten.
Übrigens handelt es sich um einen zweiteiligen Roman und "Ritus" hat von daher kein Ende, statt dessen wird die Geschichte nahtlos im zweiten Band "Sanctum" fortgesetzt - ein Detail, das der Verlag bequemerweise vergessen hat, zu erwähnen (weder auf der Rückseite noch im Buch selbst findet sich ein Hinweis auf den zweiten Band).


Meine Wertung:
:buchwurm1,5:


Kategorie: Horror / Fantasy / Historisch / Werwölfe
Taschenbuch
Knaur
512 Seiten
ISBN: 342663130X bzw. 978-3426631300