Patrick Cave: Das Saint Netzwerk

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Tirah
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Patrick Cave: Das Saint Netzwerk

Beitrag von Tirah » 12.05.2008 11:52

Patrick Cave: Das Saint Netzwerk



Inhaltsangabe:
Beinahe hätte sie nie herausgefunden, wer sie war. Was sie war.

In einer unbestimmten Zukunft wird vor Miras Augen eine fremde Frau umgebracht. Sie trug einen Zettel bei sich, auf dem Miras Name steht und der eines "Wächters" - ihres Freundes Gil. Mira ahnt: Sie ist in Gefahr.

Von da an ist sie auf der Flucht. Sie schlägt sich durch bis zur Hauptstadt des Reiches. Dort, in einer Gesellschaft, in der die Medien alles sind und Informationen der Schlüssel zur Macht, findet Mira sich unerwartet inmitten der Fehde der herrschenden Familien des Landes wieder. Als sie Clarissa Saint gegenübersteht, der Tochter der mächtigsten Familie, wird ihr klar, warum: Clarissa und Mira sehen identisch aus…


Beurteilung:
In einigen Jahrhunderten in Großbritannien: durch den Klimawandel herrscht ganzjährig Winter, die Bevölkerungsdichte hat rapide abgenommen. Die heutige Technik ist nur noch rudimentär vorhanden und den Reichen vorbehalten, sogenannten „Idealen“, die mittels Gentechnik schön und klug sind.
Als in Miras Dorf eine fremde Frau auftaucht und erschossen wird, erwachen in Mira erste Zweifel. Auf der Suche nach Antworten gelangt sie in eine große Stadt im Süden: ein London, das völlig anders als das heutige ist. Aber auch dort ist ihr Leben in Gefahr und es scheint, als könne nur ein junger Idealer ihr helfen - Kay, der Sohn einer der reichsten und mächtigsten Familien des Landes. Und der Bruder eines Mädchens, dessen Zwilling Mira sein könnte…

Von der Grundidee her klingt es ja ganz spannend und Endzeit-Romane mag ich gerne. Aber dieses Buch ist nicht Fisch und nicht Fleisch. Landschaftsbeschreibungen fallen recht langatmig aus. Ständig gibt es Andeutungen, vieles wird nur angerissen, der Leser aber im Dunkeln gelassen. Es gibt Zeitsprünge und Handlungsstränge, die ins Leere laufen. Charaktere, die einfach fallengelassen werden. Die Atmosphäre ist durchgehend düster und hoffnungslos. Und einiges erschien mir schlicht und einfach unlogisch.
Trotz allem ist es stellenweise spannend und man möchte doch wissen, was aus Mira wird. Wirklich empfehlenswert ist dieser Roman jedoch nicht.


Meine Wertung:
:buchwurm01:


Originaltitel: Sharp North
Übersetzer: Alexandra Ernst
Kategorie: SciFi / Thriller / Jugendbuch (ab 14 Jahre)
Hardcover
cbj
510 Seiten
ISBN: 3570129462 bzw. 978-3570129463
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My recurring fantasy about libraries is that at night, after everyone goes home, the books come to life and mingle in a fabulous cocktail party. (Neal Wyatt)

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