Mathilde - Eine grosse Liebe

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Tirah
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Mathilde - Eine grosse Liebe

Beitrag von Tirah » 20.04.2008 13:26

Mathilde - Eine grosse Liebe




Klappentext:
Im Jahr 1919 war Mathilde 19 Jahre alt. Zwei Jahre zuvor war ihr Verlobter Manech zur Front an der Somme aufgebrochen. Wie viele andere starb er auf dem „Feld der Ehre“ : So steht es zumindest in den offiziellen Berichten. Doch Mathilde weigert sich, das zu glauben. Wenn Manech tot wäre, dann würde sie das spüren. Eigensinnig hält sie an ihrem intuitiven Gefühl fest, das sie wie ein Band der Hoffnung mit ihrem Geliebten verbindet. Es ist ihr egal, daß ein ehemaliger Sergeant berichtet, wie Manech im Niemandsland außerhalb eines Schützengrabens namens „Bingo Crépuscule“ gestorben ist - zusammen mit vier anderen Soldaten, die zum Tode verurteilt waren. Auf ihrer Suche nach der Liebe ihres Lebens muß Mathilde viele Hindernisse überwinden, aber sie kennt keine Angst. Wer dem Schicksal trotzt, für den ist nichts unmöglich…


Allgemeines:
Die Romanvorlage stammt von Sébastien Japrisot und erschien auf deutsch ursprünglich unter dem Titel „Die Mimosen von Hossegor“.


Beurteilung:
Mathilde bekommt die Nachricht, daß ihr Verlobter Manech gefallen sei. Doch sie gibt die Hoffnung nicht auf: Nach Kriegsende macht sie sich auf den Weg nach Paris und engagiert einen Privatdetektiv. Durch ihn erfährt sie, was passiert ist: Manech wurde zusammen mit vier anderen Soldaten wegen Selbstverstümmelung zum Tode verurteilt. Alle fünf wurden ins Niemandsland hinausgeschickt, wo es keine Überlebenschance gibt - aber keiner kann seinen Tod bezeugen. Mathilde nimmt die Spuren der fünf auf und spricht mit Angehörigen und Kameraden. Nach und nach setzt sie ein Bild der tatsächlichen Geschehnisse zusammen…

Die Geschichte wird fast märchenhaft erzählt und wechselt immer wieder zwischen Mathildes Dorf im ländlichen Frankreich und den Schützengräben. Einerseits ist da Mathildes Zuhause auf dem Land, in einer idyllischen Welt, in der das Schlimmste ist, daß der Postbote mit seinem Fahrrad den sauber geharkten Kies zerwühlt. Auf der anderen Seite sind da die Schützengräben, mit verzweifelten und verdreckten Soldaten.
Die Altersfreigabe ab 12 Jahren halte ich für unpassend: zum einen können Kinder dieses Alters die Geschehnisse nicht wirklich verstehen, zum anderen ist die ein oder andere Szene dabei, die wirklich nur für Ältere geeignet ist.
Vor allem die Frauenrollen sind großartig besetzt: sowohl Audrey Tautou als auch Jodie Foster sind sehenswert und überzeugend.
Und auch das Ende war für mich passend, obwohl das sicherlich Geschmackssache ist.


Meine Wertung:
:buchwurm2,5:


Kategorie: Romanze / Historisch / Frankreich / Erster Weltkrieg
Frankreich / USA, 2004
Dauer: 128 Minuten
FSK: 12
Originaltitel: Un long dimanche de fiançailles
Regisseur: Jean-Pierre Jeunet
Schauspieler: Audrey Tautou, Gaspard Ulliel, Jodie Foster



Tirah
…und darum wird beim happy end
im Film jewöhnlich abjeblendt. (Kurt Tucholsky)

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Beitrag von Tirah » 20.04.2008 13:29

Und der Link zur Romanvorlage:



Tirah
…und darum wird beim happy end
im Film jewöhnlich abjeblendt. (Kurt Tucholsky)

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